Moin Mannschaft°!

Die d2m Summit 2013 ist zu Ende gegangen, war hochinteressant und vollgestopft mit Infos. Wir machen mal den Versuch die Inhalte zusammenzufassen.

Quelle: facebook.com/FotografieSocialMedia

Quelle: facebook.com/FotografieSocialMedia, Sebastian mit Falk Hedemann und Johannes Lenz

Bestens organisiert und vollgestopft mit Praxis-Beispielen aus allen möglichen Wirtschaftsbereichen haben sich die Organisatoren rund um Björn Negelmann nicht lumpen lassen und ordentlich aufgefahren. Startaussage und quasi roter Faden der Veranstaltung war „Hochaffine Fans und Kunden gewinnt man nur durch hochqualitativen Content.“ Schön an dieser Aussage ist die Tatsache, dass diese These sich nicht allein auf den Social-Bereich beschränkt, sondern alle digitalen- und klassischen Kanäle betrifft.

Die Keynote hielt Dr. Nils Andres, der sich den Vergleich eines Drogendealers mit einem Marketingleiter eines Großkonzerns erlaubte.

Das Duell

Das Duell

Appell von Dr. Andres: Arbeitet mit Gegebenheiten, erzwingt keinen Kulturwandel im Unternehmen, wenn es an Bereitschaft fehlt, beweist Mut um den Kunden klar zu positionieren.

Es folgte Melanie Gömmel, Ihres Zeichens Verantwortliche Social-Media-Managerin bei der NGO WWF Deutschland. Ihre Kernthese zur Entwicklung in Digital-Marketing und dem Social Web: „Relevanz statt Reichweite“. Die Strategie der Expertin zielt eindeutig auf den engagierten Follower, der sich schlussendlich mehr als nur informiert, sondern auch für den WWF engagieren soll. Cat-Content darf auch in diesem Fall verwendet werden, aber immer nur, wenn es auch der Sache oder einem Thema dient.

Das Cat-Content positive Effekte haben kann, zeigte der Vortrag von Ninia Binias des Sprach-Start-Up Unternehmens papagei.tv. Auch hier entwickelte sich Pepe, das kleine Firmenmaskottchen, zum Running-Gag der Community und führt zu hoher Interaktion auf der Fanpage.

Weitere faszinierende Beitraäge der beiden Tage kamen von Philipp Regner, der über die Problematik aufklärte, was Social-Media eigentlich für den Kunden/Verbraucher ist. Ein anschauliches Video lieferte er gleich mit …

http://vimeo.com/50095284

Für den User ist das Web Alltag. Ihn interessiert weniger, ob die Quelle/Plattform Social, e-Com oder Corporate Blog ist. Menschen denken nicht in diesen Kategorien, wie es die Branche tut. Unternehmen haben immer weniger Zeit, um überhaupt seine Informationen dem Interessenten näher zu bringen. So dass eine individuelle Ansprache immer wichtiger wird. Websites sollten zukünftig zu Interaktion aufrufen und ermöglichen. Als positive Beispiel wurden Nike (die mit Nike+ eine Community ins Leben riefen, die auf der Homepage gelebt wird) und Becks (die ähnliches mit der Becks Moment zulassen) genannt. Völlig austauschbar und nach wie vor einseitiges PUSH-Marketing findet auf den Websites der 4 großen Automobil-Unternehmen statt. Vielleicht ist dies noch der Größe der Unternehmen geschuldet, dass die Möglichkeiten noch nicht effizient genug ausgenutzt werden. Die 4-Stufen der Kundenaktivierung führen zum Erfolg und lassen Kunden zu Content-Produzenten werden.

4 Stufen der Aktivierung

4 Stufen der Aktivierung

Fazit der Runde: Neben der Aktivierung von Fans und Kunden sind ein einheitlicher Look über die komplette Costumer Journey und die Zusammenarbeit über alle Abteilungen hinweg maßgebliche Bestandteile für eine erfolgreiche Markenarbeit.

Über die Wichtigkeit von guter Visualisierung und Storytelling zur Aktivierung von Fans und Kunden berichteten in den weiteren Sessions

Roland Hachmann (DDB Tribal – über die Entstehung des Move On Films der Deutschen Telekom)

 

und Petra Sammer (Ketchum Pleon – über die Entwicklung des Wake Up Lights von Philips)

Petra Sammer und Alex Wunschel (nextperts) war in ihren Vorträgen besonders wichtig, auf die Visualisierung und starkes Storytelling hinzuweisen.

Mein persönliches Fazit aus zwei Tagen Expertenwissen:

  • Weg mit marktschreierischem Verhalten von Unternehmen. Unternehmen sollten den Kunden ein offenes Ohr bieten.
  • Statt zu fragen„Was habe ich dir zu verkaufen?“ muss man fragen: „Was brauchst du? Wie kann ich helfen? Wie geht es dir?“
  • Besonders für klassische PR-Arbeit bedeutet die Entwicklung Schwierigkeiten. Wenn Unternehmen es schaffen, ihre Informationen optisch attrakiv in die richtigen Kanäle zu bringen, informieren sich Verbraucher selbst und gute Journalisten finden ihre Themen von selbst.
  • Geschichten mit starken Charakteren statt reine Informationen lassen Marken zum Erlebnis werden. Unternehmen sollten Geschichtenerzähler werden.
    heute_morgenFür uns als Agentur beste Aussichten, denn es braucht „Übersetzer“ für Ideen, Ideenentwickler, Geschichtenerzähler und Visualisierer, die Unternehmen dabei unterstützen, sich für den Verbraucher relevant zu machen. Zwei spannende Tage mit netten und Interessanten Menschen brachten den Kopf auf neue Ideen. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei …